Otter-Zentrum in Hankensbüttel

Am südlichen Rand der Lüneburger Heide, etwa 50 Kilometer nordöstlich von Hannover, liegt Hankensbüttel. Hier hat die Aktion Fischotterschutz e.V. mit ihrem Otter-Zentrum ein kleines Naturwunder geschaffen. Neben den Fischottern leben in dem naturnah belassenen Park verschiedene Marderarten, die normalerweise größtenteils nacht- oder dämmerungsaktiv sind und deswegen in freier Natur kaum zu beobachten sind. Auch […]
Iltis-Fütterung im Otter-Zentrum
Iltis-Fütterung im Otter-Zentrum

Am südlichen Rand der Lüneburger Heide, etwa 50 Kilometer nordöstlich von Hannover, liegt Hankensbüttel. Hier hat die Aktion Fischotterschutz e.V. mit ihrem Otter-Zentrum ein kleines Naturwunder geschaffen.

Neben den Fischottern leben in dem naturnah belassenen Park verschiedene Marderarten, die normalerweise größtenteils nacht- oder dämmerungsaktiv sind und deswegen in freier Natur kaum zu beobachten sind. Auch in Zoos werden sie selten gehalten. Neben den Marderartigen Fischotter, Iltis, Steinmarder, Baummarder, Hermelin und Dachs werden auch die fast ausgestorbenen Otterhunde gehalten, die früher zur Otterjagd eingesetzt wurden.

Installationen und Erlebnisstationen für Kinder
Installationen und Erlebnisstationen für Kinder

Durch die regelmäßigen Fütterungen, mit denen die Tiere ins offene Gelände gelockt werden, können Besucher alle Marderarten innerhalb von 90 Minuten sehen. Der fütternde Pfleger erzählt dabei etwas zu den Tieren und beantwortet geduldig alle Fragen von Kindern und Erwachsenen. Kinder ab ca. 5 Jahren sind fasziniert, beobachten die Tiere genau, vergleichen die unterschiedlichen Arten und stellen Fragen. Allerdings sollte man sich, gerade mit Kindern, mehr Zeit nehmen, um in Ruhe alle Angebote wahrnehmen zu können.

Bei den einzelnen Gehegen gibt es oft viel zu entdecken. Bei den Hermelinen z. B. führt ein Weg unter der Anlage hindurch und gibt per Plexiglas-Scheibe den Blick auf die Gänge und Wohnhöhlen der kleinen Hermeline frei.

Dachse sind nachtaktiv und deswegen in freier Wildbahn sehr schwer zu beaobachten
Dachse sind nachtaktiv und deswegen in freier Wildbahn sehr schwer zu beobachten

Zusätzlich zu den Tiergehegen laden kleine Lern- und Erlebnisstationen dazu ein, mehr über Tiere, die Lüneburger Heide und die Natur im Allgemeinen zu lernen. Da ist z. B. eine Weitsprungstrecke, auf der Kinder ausprobieren, wie weit sie springen können und dann vergleichen, wie weit Iltis und Marder kommen. Kinder und Erwachsene klettern in Käfige und sehen dann, wie wenig Platz ein Hermelin in der Hermelinzucht hat. Eine kleine Installation demonstriert, wie schlecht ein Regenschauer auf einer asphalitierten Fläche abfließt, im Gegensatz zu naturbelassenen Böden. Auf Sandflächen können Besucher mit großen Stempeln Otterhund- und Marderpfotenabdrücke stempeln und vergleichen. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen und alle Angebote werden von den Kindern mit Begeisterung angenommen, ebenso wie der Wasserspielplatz vor dem Otterzentrum.

Alle Installationen, Gebäude und Gehege sind liebevoll gestaltet, ebenso wie das schöne und reich bewachsene Eingangsgebäude, in dem eine Ausstellung über die Arbeit der Aktion Fischotterschutz e.V. den Besuch abrundet.

http://mitkid.de/ausflug-kinder/Hankensbuettel-Otter-Zentrum-in-Hankensbuettel-8e655a

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